Die Bundesanstalt THW

600 hauptamtliche Kräfte für über 50000 ehrenamtliche Helfer

Die Bundesanstalt THW ist organisatorisch ans Innenministerium gegliedert. Hervorgegangen aus dem Auftrag der Errichtung einer Struktur des Bevölkerungsschutzes ist das THW seit 60 Jahren täglich in Deutschland im Einsatz, um technische Hilfe zu leisten - angefangen bei Unglücken wie der Sturmflut in Hamburg und dem Grubenunglück von Lengede, die in den sechziger Jahren die Nation bewegten, über die Hochwassern an Elbe und Oder zur Jahrtausendwende bis hin zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs. Die Reparaturarbeiten nach der Sturmflut 1953 in den Niederlanden markieren den Beginn der Einsätze des THW im Ausland. Es folgten humanitäre Hilfsleistungen nach Dürreperioden, Bürgerkriegen und Erdbeben in Afrika, Europa und Südamerika sowie in Südostasien.

Um den vielfältigen Anforderungen des Bevölkerungsschutzes und der örtlichen Gefahrenabwehr gewachsen zu sein, setzt das Technische Hilfswerk auf eine Kombination von universellen Bergungsgruppen und spezialisierten Fachgruppen. Die Bergungsgruppen sind mit Ausstattung und Personal in der Lage, ein breites Aufgabenspektrum abzudecken, das heißt zu retten, zu bergen, Sicherungs- und leichte Räumarbeiten vorzunehmen sowie vielfältige technische Hilfe zu leisten. Aus diesem Grund verfügt jeder Ortsverband über einen Zugtrupp, grundsätzlich zwei Bergungsgruppen sowie mindestens eine Fachgruppe. 

In Hürtgenwald ist die Fachgruppe Wassergefahren stationiert. Die Fachgruppen hingegen sind die Spezialisten für besondere Aufgaben. Sie gibt es, abhängig vom Gefährdungspotenzial, in unterschiedlicher Anzahl und Flächendeckung.  

Die Technischen Züge rücken nicht grundsätzlich in voller Stärke zum Einsatz aus. Sie sind so aufgebaut, dass sowohl einzelne Trupps und Gruppen als auch ganze Technische Züge modulartig miteinander kombiniert werden können. Auch einzelne Spezialisten stehen als Berater zur Verfügung (zum Beispiel Fachberater). Dies erleichtert es aufgabenorientiert, auf den Einzelfall abgestimmt und damit wirtschaftlich zu arbeiten.

Einsatzgebiet des OV Hürtgenwald

Der Ortsverband Hürtgenwald liegt im Zentrum des GFB Aachen. Unser Einsatzgebiet (im Rahmen der örtlichen Gefahrenabwehr - sonst gibt es keine Grenzen) umfasst die Grenzen der Stadt Heimbach, Stadt Nideggen, Gemeinde Kreuzau und Gemeinde Hürtgenwald.

Um Ihnen einen kleinen Überblick über unser direktes Einsatzgebiet verschaffen zu können, hat unsere Helfervereinigung weder Kosten noch Mühen gescheut, mit Genehmigung folgendes "Foto" präsentieren zu können:

(Hinten Mitte) Angefangen auf der Höhe von Raffelsbrand geht es steil ins Tal nach Simonskall, wieder hoch auf den Kopf von Nideggen-Schmidt, bevor hinter der Landzunge von Eschauel Wasser in Sicht ist. Von hier aus geht es mit dem MzAB mittig über den Rursee Richtung Rurberg, links OVHUR, rechts OVSIM, über das Wehr vom Obersee, dann linke Hand Richtung Urfttalsperre. Kurz bevor die Urftstaumauer in Sicht kommt haben wir wieder festen Boden unter den Füßen und folgen auf dem Kamm vom Kermeter der Grenze Richtung Hergarten. Dort knicken wir scharf ab mit Blick auf Düren, umfassen Vlatten, Wollersheim, Embken bis fast Froitzheim, folgen der B56 bis wir etwa auf Höhe von Stockheim an Kreuzau vorbei das Beytal schneiden. Zielstrebig geht es in Richtung Wehebachtalsperre, die wir zur Häfte abdecken, bevor wir entlang der Höhenschneise wieder zum Ausgangspunkt unserer Tour zurückkommen...