Roetgen, 13.03.2019, von Joachim Nußbaum

Tornado in Roetgen hinterlässt eine Spur der Verwüstung

Nachdem am Nachmittag ein Tornado den Ort Roetgen getroffen hatte, wurde unser Technischer Zug und ein Baufachberater durch die THW Regionalstelle Aachen auf Anforderung der Freiwilligen Feuerwehr Roetgen alarmiert.

Nachdem die Helfer/innen in der Unterkunft eingetroffen waren, entschied der Ortsbeauftragte mit den Führungskräften, zunächst den Zugtrupp mit dem MTW-Zug und die Bergungsgruppe1 (B1) mit dem Gerätekraftwagen (GKW I) schnellstmöglich zur Einsatzstelle zu entsenden. Da zu diesem Zeitpunkt noch keine exakten Lagemeldungen aus dem Schadensgebiet vorlagen, wurden zeitgleich die restlichen Einsatzfahrzeuge für diesen Einsatz optimal vorbereitet. Hierzu wurde der Anhänger mit dem Einsatz-Gerüstsystem (EGS) an den Mehrzweckkraftwagen (MzKW) der B2 angehängt; auch der Langholzanhänger mit den schweren Holzbalken für das Abstützsystemholz (ASH) und der MAN-Ladekran standen einsatzbereit im Hof der Unterkunft.

Der LuK-Stab, bestehend aus dem Ortsbeauftragten und dem Ausbildungsbeauftragten, versuchte über die Regionalstelle Aachen, den örtlich zuständigen Ortsverband Simmerath, den Fachberater im Krisenstab und den eigenen Zugtrupp genauere Informationen zu erhalten. Schließlich erhielten wir den Befehl, den auf dem Gelände des Bauhofes in Roetgen gebildeten Bereitstellungsraum anzufahren und sich dort der Einsatzleitung zu unterstellen. Nach diesen Informationen setzte sich die B2 mit MTW-OV, MzKW und Anhänger EGS mit zusätzlichem Abstützmaterial, Brettern, Bohlen und Abdeckplanen sowie zusätzlicher Beleuchtung auf den Marsch.

Nach und nach stabilisierte sich das Lagebild. Insgesamt waren die Schäden an Menschen und Gebäuden weit unter dem geblieben, was man bei einem solchen Naturereignis befürchten musste. Nur fünf leicht verletzte Personen und 40 beschädigte Gebäude, davon zwei unbewohnbar, waren zu beklagen. Von daher kam die 1. und 2. Bergungsgruppe nicht zum Einsatz.

Der Baufachberater Thomas Heuser wurde von der Einsatzleitung zur Begutachtung von mehreren stark beschädigten Gebäuden herangezogen. Auch mit Hilfe einer Drehleiter konnte er die Einsatzleitung der Feuerwehr baufachlich beraten.

Nach 23 Uhr verließen alle Hürtgenwalder THW-Einheiten die Einsatzstelle und traten den Rückmarsch an. Die in der Unterkunft wartenden Helfer/innen der Fachgruppe Wassergefahren, die als Reserve für eine evtl. Beladung des MAN-Ladekranes mit schwerem Abstützmaterial vorgehalten worden waren, konnten nach Hause geschickt werden.

Um 0:15 Uhr war der Einsatz schließlich für alle beendet.

 

Fotos:

OV Hürtgenwald: Andreas Nußbaum und Thomas Heuser


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