Rursee/Blausteinsee,

Echoloteinsatz im Doppelpack

Unsere Fachgruppe Wassergefahren wurde am Samstagabend durch den THW Ortsverband Simmerath zu einem Einsatz an den Eiserbachsee nach Rurberg gerufen.

Dort wurde ein Erwachsener vermisst. Unser "Team Echolot SI" unterstützte die Feuerwehr Simmerath und die Bergungstaucher des THW Ortsverbandes Aachen bei der Suche. Während die Taucher die Bereiche rund um die Schwimmstege absuchten, übernahmen wir die Aufgabe, den weitläufigen See mit unserer neuen Technik zu scannen. Die gesuchte Person konnte von den Bergungstauchern gefunden, jedoch nur noch tot geborgen werden.

Nachdem wir unser Schlauchboot geslippt und sämtliche Ausstattung verlastet hatten, traten wir den Heimweg an.

Parallel zu diesem Einsatz waren die Bergungstaucher des THW Ortsverbandes Düren zu einem Einsatz an den Blausteinsee in der Nähe von Eschweiler beordert worden. Auch dort wurde eine Person vermisst. Auf der Rückfahrt zur Unterkunft bekamen wir dann die Anweisung, sofort die neue Einsatzstelle Blausteinsee anzufahren. Dort angekommen, brachten wir das Boot zu Wasser und installierten das Echolot SI. Während wir uns auf den Weg ins Suchgebiet begaben, wurden die Bergungstaucher nach einer ergebnislosen Suche aus dem Wasser geholt.

Bereits während der ersten Erkundungsfahrten konnten wir einen aussagekräftigen Hotspot ausmachen. Zur Bestätigung unseres Suchergebnisses wurde dieser Punkt dann mit der Unterwasserkamera abgesucht. Leider bestätigte sich das Suchergebnis. Auch diese vermisste Person war tot. Alle weiteren Maßnahmen wurden durch die Taucher der Feuerwehr ergriffen. Nach einer kurzen Einsatznachbesprechung traten wir den Rückmarsch zur Unterkunft an. Um 01:30 Uhr konnten wir uns einsatzbereit bei der Leitstelle zurückmelden.

Im Normalfall ist ein Ergebnis beim Einsatz des Echolot SI nicht unter 3 Stunden zu erwarten. Gewöhnlich startet nach einer allgemeine Gewässererkundung eine grobe Rastersuche, auf die eine Verifizierung der Hotspots folgt.

Bilder: Horst Wipper, THWOVAAC; Ralf Roeger für AN-online

Kurzinfo Echolot SI: Durch den fächerartigen Querschnitt eines Gewässer unterhalb des Suchbootes und die 2 dimensionale Darstellung auf dem Echolot SI im Verlauf einer Suchfahrt können durch das geschulte Auge Muster und Schatten bis zu einer Tiefe von 25m und einer Breite von 120m interpretiert werden. An markanten Signalen werden Wegpunkte gesetzt. Zum Abschluss der Suchfahrt zeigen eine Ansammlung von Wegpunkten einen Hotspot an. Ergänzt um einen s.g. Downscan und die Verwendung der OV-eigenen Unterwasserkamera kann dort ein mögliches Objekt verifiziert werden.


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