Jülich, 25.08.2018, von Joachim Nußbaum

Baufachberater und ESS-Trupp in der Zuckerfabrik Jülich

In der Nacht zu Samstag ist es in der Zuckerfabrik Jülich zu einem Großbrand gekommen. Das Dach einer Werkhalle stand in Flammen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr war im Einsatz, um den Brand zu löschen.

Foto: Aachener Zeitung/Guido Jansen

Bereits in der Nacht hatte der Einsatzleiter der Feuerwehr über die Regionalstelle Aachen die beiden Baufachberater (BFB) Markus Boltz vom OV Stolberg und Albert Willekens vom OV Aachen an die Einsatzstelle alarmieren lassen. Am Vormittag wurde dann unser BFB Dr.-Ing. Helmut Heuser zur Ablösung entsandt. Ebenso sollte auf Wunsch der Einsatzleitung auch das Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) des OV Hürtgenwald anrücken. Deshalb machte sich auch unser ESS-Trupp mit dem MTW-Zugtrupp auf den Weg nach Jülich.

Gemeinsam mit der Einsatzleitung wurde entschieden, dass zwei Messprismen an die angeschlagene Dachkonstruktion aus Stahl angebracht werden sollen. Die Schwierigkeit hierbei war, dass das Dach bereits zum Teil eingestürzt war und die Messpunkte in einer Höhe von etwa 17 m angebracht werden sollten. Deshalb mussten die Prismen aus einem Personenbeförderungskorb heraus, der an einem Spezialkran durch das zerstörte Dach in die Halle herabgelassen wurde, angebracht werden.

Nach kurzer Zeit war die Messeinheit, bestehend aus Tachymeter und Laptop, einsatzbereit und erste Ergebnisse lagen war. Diese lieferten die notwendigen Daten, um Bewegungen im Baukörper zu analysieren und Rückschlüsse auf die Resttragfähigkeit der Dachkonstruktion zu ziehen. Die gemessenen Bewegungen lagen alle im „normalen“ Bereich. Eine akute Einsturzgefahr bestand während der Löscharbeiten der Feuerwehr nicht.

Der Messtrupp war bis ca. 22 Uhr im Einsatz.

Die Zusammenarbeit mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr Jülich und den THW-Kameraden vom OV Jülich war ausgezeichnet.


  • Foto: Aachener Zeitung/Guido Jansen

  • Die Montage der Messprismen beginnt. Foto: THW/Dr. Helmut Heuser

  • Helfer am Tachymeter (Hintergrund wegen Datenschutz unkenntlich gemacht). Foto: THW/Dr. Helmut Heuser

  • Der Helfer am Laptop wertet die ersten Daten aus. Foto: THW/Dr. Helmut Heuser

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